Neues Insolvenzrecht

Artikel vom 2. Oktober 2012 · Kategorie: Neue Gesetzgebung

Der Gesetzgeber plant einschneidende Änderungen des bisherigen Insolvenzrecht.
Dies betrifft insbesondere die sog. Privatinsolvenzverfahren.
Nach der jetzigen Regelung wird – wenn alle Voraussetzungen vorliegen – dem Schuldner die Restschuldbefreiung nach insgesamt sechs Jahren erteilt.
Zukünftig soll es nach dem neuen § 300 InsO möglich sein, dass dem Schuldner die Restschuldbefreiung auf Antrag schon nach fünf Jahren erteilt wird, wenn die gesamten Kosten des Verfahrens für Gericht und Treuhänder bezahlt sind oder sogar schon nach drei Jahren, wenn zum einen die Kosten vollständig abgedeckt und zum anderen 25 % der Schulden getilgt sind.
Auch die Gläubigerrechte sollen gestärkt werden. So sollen die Gläubiger einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung nicht nur im Schlusstermin, sondern zukünftig jederzeit stellen können.
Ob diese und zahllose weitere geplante Änderungen tatsächlich Gesetz werden, bleibt abzuwarten.
In jedem Fall würden diese Neuerungen sowohl für Verbraucher als auch für Insolvenzverfahren von selbstständig Tätigen oder ehemals selbstständig Tätigen gelten.